Heiraten in Spanien

Alhambra de Granada. Generalife's fountain and gardensFür viele Deutsche ist Spanien wie eine zweite Heimat, daher möchten immer öfter Brautpaare gerne ihre Hochzeit in Spanien feiern. Je nach Saison findet man sehr günstige Flüge und Unterkünfte, so dass die Hochzeit durchaus bezahlbar bleiben kann. Das Land mit seinen vielen Sonnenstunden bietet fast eine Garantie, dass die Feier auch unter strahlend blauem Himmel statt finden kann, und die Zahl an traumhaft schönen romantischen Locations ist fast unbegrenzt.
Zwar gehört Spanien zur EU, aber beim Thema Heiraten legen die sonst so lässigen Spanier einen gewissen bürokratischen Eifer an den Tag. So hat ein deutsches Paar, welches in Barcelona heiraten möchte, keinen Rechtsanspruch auf eine Trauung, wenn keiner der beiden in Spanien gemeldet ist. Daher war früher eine Eheschließung für Touristen nicht möglich.

Allerdings besteht mittlerweile doch die Möglichkeit der Eheschließung für Urlauber, wenn man einen Standesbeamten findet, der willens ist, die Trauung durch zu führen. Oder aber man heiratet kirchlich und lässt die Trauung später beim Standesamt eintragen – auch das ist möglich.

Ein wenig Bürokratie fällt leider an

Der willige Standesbeamte möchte leider einiges an Dokumenten sehen, damit er die Trauung auch durchführen kann. Mindestens die folgenden Dokumente sind notwendig:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Ehefähigkeitszeugnis
  • Antrag auf Eheschließung

Eventuell sind noch weitere Dokumente nötig (zum Beispiel, wenn einer der Partner schon verheiratet war oder Kinder vorhanden sind), deshalb erkundigt man sich am besten beim zuständigen spanischen Standesamt. Die geforderten Dokumente müssen entweder in einer beglaubigten Übersetzung vorgelegt werden, oder aber in der internationalen mehrsprachigen Variante.
Am Besten beantragt man von vornherein, dass die Heiratsurkunde ebenfalls in der internationalen mehrsprachigen Form ausgestellt wird – dann entstehen bei der Registrierung in Deutschland keine weiteren Kosten für eine beglaubigte Übersetzung.

Einen vereidigten Übersetzer brauch man jedoch, wenn einer der beiden Partner kein Spanisch spricht. Desweiteren verlangt das spanische Recht, dass die beiden obligatorischen Trauzeugen volljährig sein müssen – also Personalausweis nicht vergessen!
Wer sich diesem bürokratischen Aufwand allein nicht gewachsen sieht, kann sich natürlich an einen Reiseveranstalter oder Hochzeitsplaner wenden, der sich auf Hochzeiten in Spanien spezialisiert hat. Diese Dienstleister beraten umfassend, was die Beschaffung der notwendigen Papiere angeht, und sie organisieren natürlich auch gerne alles Weitere.


Weiterführende Themen