Junggesellenabschied

Der Junggesellenabschied ist ein Brauch, bei dem der Bräutigam den letzten Tag in Freiheit feiert. In der Regel wird der Junggesellenabschied von Freunden oder dem Trauzeugen organisiert. Der Bräutigam muss im Laufe des Abends verschiedene Aufgaben erledigen und verschiedene Stationen besuchen – wir verraten Ihnen viele tolle Ideen!

Junggesellenabschied vor der HochzeitDer Schritt in den Hafen der Ehe ist eine einschneidende Veränderung, so dass der Abschied vom bisherigen Status gebührend gefeiert werden soll. Daher gibt es die Tradition des Junggesellenabschieds, bei dem der Bräutigam mit seinen besten Freunden einen meistens feuchtfröhlichen Abend verbringt – den letzten Abend in Freiheit, wie man so schön sagt. Bei der Kneipentour wird ausführlich getrunken, aber oft muss der Junggeselle auch noch bestimmte Aufgaben erfüllen oder eine bestimmte Kleidung tragen wie Sträflingskleidung oder ein T-Shirt mit einem Aufdruck. Und der Klassiker – der Striptease einer hübschen jungen Dame als Krönung des Abends – darf natürlich nicht fehlen.

Auch wenn man in seiner Männerrunde beim Junggesellenabschied noch einmal so richtig über die Stränge schlägt, sollte man dennoch in bestimmten Bereichen Zurückhaltung üben. Denn es ist schon so manche Hochzeit wieder abgesagt worden, weil sich der Bräutigam von den Reizen der strippenden Dame oder einer anderen zu sehr begeistert gezeigt hat. Also aufpassen, denn irgendjemand macht ja doch ein Foto, das der Liebsten dann vor die Augen kommt….

Wichtiges für die Vorbereitung

Lassen Sie sich durch einige Tipps bei Ihrer Vorbereitung eines Junggesellenabschieds inspirieren, damit der Abend auch wirklich für alle ein Erfolg wird.

  • Gute Planung im Team

  • Am besten plant man den Ablauf des Abends im Team. Es gilt, Ideen zu sammeln, etliches zu besorgen, Buchungen zu tätigen, Transfers zu organisieren und vieles mehr – das kann ein kleines Team viel besser bewältigen als einer allein.
  • Der passende Stil

  • Herkömmlich wird unter einem Junggesellenabschied oft eine Kneipentour verstanden, bei der viel getrunken wird und die Hauptperson lächerliche oder peinliche Aufgaben erfüllen muss. Sicher gibt es Junggesellen, für die dieser etwas derbe Stil absolut angemessen ist, aber anderen wiederum würde diese Variante gar nicht gefallen. Überlegen Sie daher in Ihrem Team, ob nicht ein sportliches Event oder ein Schönheitstag die passendere Variante darstellen. Ein paar kleine Aufgaben kann man ja trotzdem noch einbauen. Man sollte unbedingt auch akzeptieren, wenn sich Braut oder Bräutigam weigern, eine besonders alberne Verkleidung anzuziehen oder bestimmte öffentliche Aufgaben zu erledigen – schließlich soll der Abend ihr oder ihm Freude machen und nicht zur Tortur ausarten.
  • Das angemessene Budget

  • Ein Junggesellenabschied ist ganz ohne Geld kaum zu haben. Im Schnitt rechnet man pro Teilnehmer mit etwa 50 Euro – das kann je nach ausgewählter Location aber schnell mehr werden. Natürlich sollen nicht Braut oder Bräutigam dafür bluten müssen, deshalb legen die eingeladenen Gäste meist zusammen.
  • Der richtige Termin

  • Der Abend direkt vor der Hochzeit ist wohl der schlechteste aller denkbaren Termine – stimmen Sie mit Braut und Bräutigam ab, wann in der stressigen Zeit der Hochzeitsvorbereitungen der Junggesellenabschied am besten passen würde. Das kann ruhig einige Wochen vorher sein.
  • Die passende Kleidung

  • Für den Junggesellenabschied tragen die Freunde gerne einheitliche Kleidung, damit die Gruppe auch sofort als zusammen gehörig erkannt wird. Ob Sie dabei eine Verkleidung wählen – zum Beispiel als Engelchen – oder auf mit einem Spruch bedruckte T-Shirts zurück greifen, hängt von Ihrer Einschätzung des Geschmacks von Braut oder Bräutigam ab. Auf jeden Fall rechtzeitig bestellen!

 

Tipps und Anregungen zum Junggesellenabschied

  • Wie wäre es mit einem Pokerabend?

    Poker cards and chipsMit unbewegter Mine auf sein Blatt schauen, das Kinn markig vorgeschoben und einen Whisky schlürfend – diese Vorstellung vom Pokern kennt man aus vielen Filmen; und sie ist so schön männlich, daher bestens für eine Junggesellenabschied geeignet. In vielen Casinos kann man einen Pokertisch für einen Abend exklusiv buchen; ein professioneller Dealer übernimmt dann das lästige Karten mischen und austeilen. Diese Variante kostet natürlich einiges. Wer es etwas rustikaler und preiswerter mag, kann den Pokerabend natürlich auch in den eigenen vier Wänden stattfinden lassen. Eine Pokernacht erfüllt jeden Männertraum: Ein letztes Mal ungestört pokern, unflätige Ausdrücke benutzen, sein Bier aus der Flasche trinken und mit großen Augen die Stripperin als Highlight des Abends anfeuern.

  • Wie wäre es mit einem Wochenendtrip zum Ballermann?

    Es gibt viele Event- oder Reiseveranstalter, die Pakete zum Junggesellenabschied in ihrem Programm haben. Ein Wochenendtrip zum Ballermann auf Mallorca kommt da gerade recht. In dem Paket können dann neben den Übernachtungen noch besondere Unternehmungen eingeschlossen sein, wie ein feuchtfröhlicher Abend auf einer Bowlingbahn oder Ähnliches. Diese Megaparty als Junggesellenabschied beschert noch einmal viel Spaß, wenn auch wahrscheinlich einen Megakater.

  • Wie wäre es mit Sport?

    Eine Einladung in die VIP- Lounge zum Fußballspiel des favorisierten Clubs ist nicht nur für eine gemischte Altersgruppe ein guter Vorschlag. Aktivere entscheiden sich für eine Rafting-, Kanu-, Kajak- oder Floßtour. Eine gemeinsame Segeltour bleibt sicherlich unvergessen. Ein echtes Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art bietet ein Survival-Wochenende.  Als Mannschaftspiel eignet sich Paintball. Es wird im Freien aber auch in Hallen gespielt. Indoor ist die Kletterwand etwas für junge Sportliche. Bei der Tour durch den Klettergarten können alle mitmachen.

  • Laute Motoren – Kartbahn, Quads, Bagger

    Ein Ausflug mit Trikes oder Quads (on-road oder off-road) kann bei gutem Wetter ein Menge Spaß machen. Beim Kartbahn-Rennen ist man vom Wetter unabhängig. Baggerfahrer – war das nicht mal ein Kindheitstraum? Wer das alles auf einmal haben möchte, besucht den „Spielplatz für Männer“. Wie wäre es mit einem Rennen auf dem Nürburgring? Es gibt natürlich auch noch Ausgefalleneres: den Helikopter- oder den Jet-Flug als Gruppenreise mit Barbecue.

  • Wie wäre es mit einem Volksfestbesuch?

    Ganz zünftig in der Krachledernen macht auch der Besuch eines Volksfestes als Junggesellenabschied sehr viel Spaß, besonders dann, wenn man diese Tracht sonst nicht so oft trägt. Wenn der Junggeselle dann zusätzlich ein T-Shirt mit einem Aufdruck wie „Mein letzter Tag in Freiheit“ trägt, kommt er an den Biertischen sicher sehr schnell auch mit vielen anderen in Kontakt.