Namensänderung

Wer sich durch eine Heirat an einen anderen Menschen bindet, möchte dies auch öffentlich kundtun. Zum einen zeigt der Ehering an, dass man nun gebunden ist, und zum anderen macht die Namensänderung deutlich, dass man sich ab jetzt fest für einen Partner entschieden hat.

Das Namensrecht in Deutschland

Früher musste die Frau als Ehenamen den Namen des Mannes annehmen. Dies hat sich im Zuge der Gleichberechtigung geändert, das Gesetz erlaubt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten für beide Ehegatten.

  • Keine Namensänderung

  • Bei dieser Variante behalten beide Ehepartner ihren Geburtsnamen oder den bisherigen Familiennamen. Sollten sich Kinder einstellen, müssen beide Partner bis spätestens einen Monat nach der Geburt einen der Namen als Nachnamen für alle Kinder festlegen; und dieser darf kein Doppelname sein.
  • Doppelname

  • Einer der beiden Partner kann auch einen Doppelnamen annehmen, indem er seinem Geburtsnamen den Namen des Ehepartners voran- oder nachstellt. Zwei Doppelnamen sind nicht erlaubt, auch nicht zwei gleiche Namen als Doppelname wie Müller-Müller. Als Familienname für die Kinder wird dann der Name des Partners ohne Doppelnamen bestimmt.
  • Namensänderung

  • Jeder der Partner kann auch den Nachnamen des anderen annehmen, dies gilt für Mann und Frau. Dieser gemeinsame Name ist dann auch der Familienname für die Kinder.

 

Sollte einer der Partner schon vor der Hochzeit einen Doppelnamen führen, so kann dieser als Familienname gewählt werden – Dreifachnamen sind allerdings nicht erlaubt, so dass der andere Partner seinen Namen ändern müsste. Einen Doppelnamen kann man durch eine Namensänderung jederzeit wieder ablegen, der neue Name ist dann der Familienname, den auch die Kinder tragen. Bei anderen Konstellationen ist eine Namensänderung im Nachhinein nur dann erlaubt, wenn beide Partner ursprünglich ihre eigenen Namen behalten hatten und sich binnen fünf Jahren anders entscheiden.

Bei einer Scheidung steht es den Partnern frei, ihren Namen zu behalten oder wieder ihren Geburtsnamen anzunehmen. Der durch Heirat erworbene Familienname kann allerdings bei einer erneuten Wiederverheiratung nicht zum Familiennamen des neuen Paares werden.

Bürokratischer Aufwand bei einer Namensänderung

Wenn man seinen Namen ändern möchte, so sollte man schon vor der Hochzeit eine Liste anfertigen, wo überall der geänderte Name bekannt gegeben werden muss. Am wichtigsten ist sicher das Einwohnermeldeamt, bei dem die Namensänderung im Personalausweis, Reisepass und in der Lohnsteuerkarte geändert wird. Bei der KFZ-Zulassungsstelle lässt man den Führerschein und den Fahrzeugschein ändern. Auch die Bank muss informiert werden und das Konto umschreiben sowie neue EC- und Kreditkarten ausstellen.

Hochzeit: Standesamtliche TrauungFür alle diese Gänge benötigt man die Heiratsurkunde (unter Umständen in beglaubigter Kopie für die Unterlagen der Behörde oder des Institutes), die vorgelegt werden muss. An seine Versicherungen kann man eine normale Kopie der Heiratsurkunde schicken; daraufhin werden die Änderungen vorgenommen. Dies gilt auch für den Telefonanbieter sowie das Unternehmen zur Energieversorgung, den Vermieter und weitere Institutionen. Nun muss man noch all seine Abonnements, Accounts im Internet und die Emailadresse umstellen sowie eventuell das Klingelschild ändern. Im Laufe der Zeit wird man sicher merken, dass einem doch irgendetwas durch die Lappen gegangen ist, wenn man auf einmal Post an seinen alten Namen bekommt. Nach einiger Zeit sollte aber alles erledigt sein, auch wenn der bürokratische Aufwand bei einer Namensänderung nicht unerheblich ist.