Trauzeugen

Viele Paare halten an der Tradition des Trauzeugen fest, auch wenn dieser zwingend nur noch von der katholischen Kirche verlangt wird. Aber das Gefühl, dass ein vertrauter Freund oder eine Freundin in diesen wichtigen Schritt eng mit einbezogen wird, ist für viele Paare immer noch sehr wichtig. Neben dieser Funktion leistet der Trauzeuge dem Paar aber schon Monate vorher wertvolle Dienste, wenn gewünscht. Am besten besprechen Sie mit Ihrem Trauzeugen, an welchen Punkten Sie sich seine Unterstützung wünschen würden, damit auch alles gut klappt.

Aufgaben bei der Hochzeitsplanung

Aufgaben eines Trauzeugen bei der HochzeitDa als Trauzeuge meist eine eng vertraute Person gewählt wird, eignet sich diese wunderbar dazu, das Brautpaar bei den vielen Entscheidungen zu unterstützen, die es zu treffen gilt. Er oder sie kennt das Paar gut, weiß über ihre Vorlieben und ihren Geschmack Bescheid und kann daher gut einschätzen, was zu dem Paar passen würde. Denn manchmal ist der neutrale Blick von außen sehr hilfreich, wenn man als Beteiligter schon betriebsblind geworden ist.

Deshalb kann der Trauzeuge eine wertvolle Hilfe sein, wenn es darum geht, die Einladungskarten zu bestellen, ein Menu auszuwählen, sich über die Dekoration klar zu werden oder die passende Musik auszusuchen. Sehr hilfreich ist es auch, wenn der Trauzeuge einen Teil der notwendigen Recherche übernimmt, denn diese ist oft sehr zeitintensiv.

Und natürlich darf auch die modische Beratung bei der Auswahl von Brautkleid und Hochzeitsanzug nicht fehlen. Auch hier hilft eine Vorabrecherche im Internet, damit man schon eine grobe Vorstellung über die Richtung hat, in die es gehen soll. Danach nimmt man sich am besten einen Tag frei, damit der Trauzeuge mit dem aufgeregten Bräutigam und die Tauzeugin mit der nervösen Braut einen ausgedehnten Bummel durch die einschlägigen Geschäfte machen kann.

Der Trauzeuge als Entertainer

Eine ganz wichtige Aufgabe für den Trauzeugen ist es auch, die Organisation des Junggesellenabschieds in die Hand zu nehmen. Dieser Brauch hat sich auch in Deutschland etabliert und bedeutet, dass Braut und Bräutigam getrennt voneinander mit ihren Freundinnen und Freunden einen ausgelassenen Abend verbringen. Für diesen Abend werden meistens besondere Punkte geplant wie witzige Spiele, zu lösende Aufgaben oder auch die klassische Stripteasenummer oder ein Besuch beim Tabledance. Der Trauzeuge sollte hier gemeinsam mit den anderen Teilnehmern für ein fröhliches Programm sorgen.

Zusätzlich feiern die meisten Paare auch noch gemeinsam den Polterabend. Dieser wird zwar meist eher lässig und leger gestaltet, aber auch er muss vorbereitet und betreut werden. Auch hier wird das Paar für eine Entlastung von weiteren organisatorischen Aufgaben sicher sehr dankbar sein!

Der Trauzeuge am großen Tag

Hier werden die Trauzeugen ihrem Namen gerecht: Sie bezeugen durch ihre Unterschrift, dass sich das Paar das Ja-Wort gegeben hat. Beide sind jeweils rechts und links neben dem Brautpaar platziert, und hier steht nun der männliche Trauzeuge auf dem Prüfstand: Hat er die Trauringe sicher verwahrt und reicht er sie im passenden Moment dem Bräutigam? Die Trauzeugin hingegen unterstützt die Braut und hält während der Zeremonie ihren Brautstrauß oder hilft ihr, den Schleier für den Kuss hoch zu nehmen.

Eine weitere traditionelle Pflicht steht dem Trauzeugen noch bevor: Er sollte auf der Feier eine Rede halten. In den Zeiten der Emanzipation ist es natürlich am schönsten, wenn dies zusammen mit der Trauzeugin geschieht – so können beide in einem witzigen Dialog eine Rede auf das Brautpaar halten.

Manchmal wird der Trauzeuge auch noch damit betraut, während der Feier ein Auge auf den Ablauf zu halten und bei Fragen und Schwierigkeiten zur Verfügung zu stehen. Allerdings kann man hierzu vielleicht auch einen anderen Freund oder eine andere Freundin bitten – der Trauzeuge hat in den vergangenen Monaten seine Freundschaft zum Brautpaar umfassend bewiesen und sollte jetzt vielleicht auch unbeschwert feiern können!